Onkologisches Forum Celle e. V.
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Wir arbeiten transparent

Das Onkologische Forum ist Unterzeichner der "Initiative Transparente Zivilgesellschaft" von Transparency International Deutschland e.V. und von deren Trägerkreis ermächtigt, das Logo der Initiative als Beleg einer transparenten Haushaltsführung zu benutzen.

Patientendaten unterliegen bei uns selbstverständlich der Schweigepflicht. Wer jedoch wie wir für das Gemeinwohl tätig ist, sollte der Öffentlichkeit sagen, was er tut, woher die Mittel stammen, wie wir sie verwenden und wer die Entscheidungsträger sind. Dies tun wir hier zusammengefasst:

1. Name, Sitz, Anschrift und Gründungsjahr

Das Onkologische Forum Celle e.V. wurde 1994 gegründet und hat seit 2010 seinen Sitz in der Fritzenwiese 117 in 29221 Celle.

2. Satzung und Ziele

Unsere Satzung finden Sie beim Klick auf folgenden Link. Das Forum ist Unterzeichner der "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen" sowie der "Initiative Transparente Zivilgesellschaft".

Unser Leitbild

Wir sehen den ganzen Menschen und sein Umfeld.

Wir haben Zeit.

Wir machen manches leichter.

 

Leitsätze

Wir begleiten sowohl an Krebs Erkrankte als auch Menschen in palliativen Situationen und ihre Angehörigen zeitlich und räumlich flexibel sowie kostenfrei. Wir achten die Betroffenen in ihrer Individualität und wahren in ihrer Situation Ansehen und Würde unabhängig von Herkunft,
Kultur und Religion.

 

Unsere Aufgaben sind die umfassende Krebsberatung, Aufklärung und Information sowie die ambulante psychoonkologische und palliative Beratung und Begleitung Betroffener und
deren Familien in Celle und dem Landkreis.

 

Wir sind für Betroffene da, solange sie uns brauchen.

 

In Krisensituationen sind wir rund um die Uhr erreichbar.

 

Wir arbeiten auf professionellem Niveau und halten unser Wissen durch Fortbildung aktuell.

 

Wir beziehen Therapieansätze der komplementären Onkologie in die Beratung und Begleitung mit ein.

 

Motivation schöpfen wir aus unserer ethischen Haltung, einer wertschätzenden Arbeits-
atmosphäre und Selbstfürsorge, geprägt von einem hohen Maß an gegenseitigem Vertrauen
und Selbstbestimmung.

 

Ziele

Oberstes Ziel ist die Entlastung durch umfassende und zeitlich großzügig bemessene Begleitung
der Betroffenen sowie ihrer Angehörigen.

 

Wir stärken Betroffene in ihrer Selbstbestimmtheit in allen Phasen der Erkrankung und ermöglichen dadurch ein Leben und Sterben zu Hause.

 

Die Qualität unserer Angebote und die dafür notwendigen Ressourcen müssen
gesichert werden. Wir wollen die Angebote erhalten und bedarfsgerecht anpassen können.


(beschlossen auf der Gesamtteamtagung mit Vorstand und Mitarbeitern am 17.1.19)

 

3. Körperschaftsteuerfreistellung

Unser aktueller Körperschaftssteuerfreistellungsbescheid, ausgestellt vom Finanzamt Celle, stammt vom 14.7.2017.

4. Entscheidungsträger

Entscheidungen treffen bei uns die Mitgliederversammlung oder der regelmäßig tagende Vorstand, vertreten durch den Vorsitzenden Dr. med. Gerd Molsen und die 2. Vorsitzende Heike Otto, die jede/r für sich zusammen mit einem weiteren Vorstandsmitglied vertretungsberechtigt sind. Neben Dr. Molsen und Frau Otto sind Sandra Wiedemeier, Dr. med. Cathérine Hollerbach, Ingo Schreiber, Marianne Sturm und Dr. jur. Volker Witte Vorstandsmitglieder. Die Sitzungen werden protokolliert. Die Geschäftsführung obliegt Liane von Hoff. Die operative (Vor-)Arbeit leisten die Mitarbeiter, die sich einmal wöchentlich in einer Besprechung austauschen.

5. Tätigkeitsbericht

Unsere Arbeit stellen wir regemäßig in der örtlichen Presse, hier auf unserer Homepage und mindestens einmal jährlich im Journal dar. Einen Überblick über unsere zentralen Aufgaben "Krebsberatung" (KBS) und "Palliativdienst" (APD) bietet auch die Broschüre "Wir machen manches leichter". Zahlen und Fakten mit Vorjahresvergleichen finden Sie in den Jahresberichten der KBS und des APD bei einem Klick.

6. Personalstruktur

Im Verein beschäftigt sind drei Psychoonkologinnen und eine Psychologin auf 2,7 Vollzeitstellen, zehn examinierte Fachkrankenpflegekräfte mit Palliativ-Care-Zusatzausbildung auf 5,5 Vollzeitstellen, weitere 2,8 Vollzeitstellen braucht die Organisation im Hintergrund (eine Pflegedienstleiterin, eine Kauffrau, ein Politologe/Journalist, eine Betriebswirtin; Stand: November 2019). Die Gehälter nähern sich dem TVÖ. - Regelmäßige Unterstützung bei Büro- und Organisationsaufgaben leisten rund ein Dutzend hoch motivierte Ehrenamtliche; bei größeren Veranstaltungen kommen zusätzlich bis zu zwanzig freiwillige Helferinnen hinzu.

7. Mittelherkunft

Unser Haushalt umfasste 2018 Einnahmen in Höhe von 714.000 € (2017: 606.000, 2016: 592.000 €). Die Ausgaben lagen um 13.000 € höher (2017: -113.000 €, 2016: -103.000 €, 2015: -127.000). Das Defizit konnte aus Rücklagen gedeckt werden, die Ende 2018 bei 609.000 € lagen. Die Rücklagen dienen als langfristige Miet- und Personalkostensicherheit und stehen der Gemeinnützigkeit laut Finanzamt nicht entgegen.
Haupteinnahmeposten waren wie bisher rund 2.500 kleinere Spenden zwischen zehn und 3.000 Euro, die 2018 zusammen 493.000 € ergaben und so gegenüber 2017 erneut um rund 7% zulegten. Dieser anhaltend enorme Zuspruch macht uns stolz. Die größte Einzelspende betrug 20.000 €. Die Erlöse aus einer Zahngoldsammlung, die im Schnitt bei jährlich rund 45.000 € liegen, flossen erst 2019 wieder in den Haushalt ein, diesmal mit knapp 53.000 €.

Unsere knapp 700 Mitglieder zahlten 2018 79.000 € Beiträge (2017 58.000 €). Die enorme Steigerung ist auf die erstmalige, moderate Anhebung der Mindestbeiträge und eine Mitgliederwerbekampagne zurückzuführen.
2018 zogen wir von der rechten auf die linke Stockwerkseite um. Seither haben wir keine Einkünfte mehr aus der Untervermietung der 1. Etage. Zinseinnahmen erbrachten 2018 rund 4.000 €, Teilnehmergebühren für besondere Kursangebote und Honorare für externe Vorträge etwas über 5.000 €.

Insgesamt stammten 82 % (2018: 87 %) unserer Einnahmen aus privaten Quellen. Eine Einahme-Ausgabe-Bilanz für die Jahre 2015-2017 finden Sie hier.
Gut 80 % private Mittel
2018 waren 18 % unserer Einnahmen öffentliche Mittel. Dieser seit Jahren höchste Wert lag auch daran, dass Zuwendungen des Landkreises aus 2017 erst 2018 überwiesen wurden und somit zweimal flossen. Darin enthalten ist daneben ein Mietzuschuss der Stadt Celle von knapp 3.000 €, ein Zuschuss der Niedersächsischen Krebsgesellschaft von knapp 5.000 € für die KBS sowie ein kleiner Betrag der LEB ( Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V.). Das AKH Celle überwies uns für die psychoonkologische Beratungsarbeit im Krankenhaus 30.000 € Aufwandsentschädi­gungen. Für die Übernahme von SAPV-Leistungen im Auftrag der Stiftung Celler Netz erstattete uns die Stiftung knapp 67.000 €. Der 2017 neu gegründete Fachpflegedienst erlöste 2018 1.000 €. 
8. Mittelverwendung

Hauptausgabeposten 2017 waren neben den Personalkosten von 615.000 € (2017: 586.000 €, 2016: 575.000 €, 2015: 593.000 €) für knapp elf Vollzeitstellen 50.000 € für Miete und Nebenkosten. Weitere größere Ausgaben tätigten wir für den Umzug (9.000 €), Fortbildungen, Fahrtkosten und die Dienstautos des APD (14.000 €, 2017: 12.000 €). Die Büro- und EDV-Kosten lagen bei rund 18.000 € (2017: 19.000 €), für Werbung, Druckkosten und Materialien gaben wir gut 3.000 € aus. Versicherungen, Mitgliedschaften in Fachverbänden sowie Rechtsanwalts- und Beratungskosten summierten sich auf 12.000 € (2017: 16.000 €). Betriebsausstattungen und Anschaffungen kosteten gut 4.000 €.

9. Verbundenheit mit Dritten

Wir sind mit 10.000 € Einlage einer der fünf Stifter der Stiftung Celler Netz und Mitglied im Paritätischen Wohlfahrtsverband sowie im Hospiz- und PalliativVerband Niedersachsen e. V. Weitere Mitgliedschaften bestehen nicht bzw. nur über die persönlichen Einzelmitgliedschaften von Mitarbeitern in Fachverbänden. Zwischen dem Onkologischen Forum und dem AKH Celle gibt es einen Kooperationsvertrag (s.u.).

10. Zuwendungen, die mehr als 10% der Gesamtjahreseinnahmen ausmachen

In keinem der letzten vier Jahre 2015-2018 gab es Zuwendungen, die mehr als 10% unserer Einnahmen ausmachten.

Großspenden von Firmen oder Privatpersonen erhalten wir nicht. Die größten Spendensumme von Stiftungen und Serviceclubs lagen 2018 zwischen 15.000 und 30.000 €. Es gibt niemanden, der uns jährlich mit einflussgebenden Mitteln geschweige denn in anzeigungsrelevanter Weise unterstützt.

 

Kooperation mit dem Allgemeinen Krankenhaus Celle

Seit 2012 besteht zwischen dem Onkologischen Forum Celle e.V. und dem Allgemeinen Krankenhaus ein Kooperationsvertrag, in dem festgelegt wurde, dass die Patienten der Tumorzentren eine psychoonkologische Beratung bekommen können. Patienten des neuen Viszeral-Zentrums suchen wir unaufgefordert auf und bieten ihnen psychoonkologische Hilfe an.

Auf Wunsch besucht das Onkologische Forum auch Krebserkrankte im AKH, die nicht in den Tumorzentren behandelt werden - für die Patienten grundsätzlich unentgeltlich.

 

Onkologisches Forum Celle e. V.  | Telefon 05141-219 66 00 / E-Mail: info@onko-forum-celle.de